Bandfactory 2012
Treffen mit der Branche
Treffen mit der Branche
Vertraue dem Leben - und dem Hannes!
Champions League und "Wetten dass..?"
30.06.11
05.06.11
31.05.11
20.05.11
14.05.11
07.05.11
02.05.11
129.04.11
24.04.11
21.04.11
115 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern Europas wagten ein Experiment, welches von der EU unterstützt wurde. Normalerweise sind sie für die Migranten ihres Landes verantwortlich und entscheiden über deren Weiterkommen. In der WDR-Dokumentation "Jetzt bin ich mal Türke!" drehte man den Spieß um. In Belgien mussten die Protagonisten fünf lange Tage als türkische Einwanderer verleben - mit sämtlichen Hürden und Tücken.
Ohne die Sprache zu sprechen, arbeiteten sie in einem türkischen Café, suchten sich eine Unterkunft und nahmen in der Moschee Kontakt zu den "realen" Migranten auf. Der Rollenwechsel beeindruckte Fernsehzuschauer und Teilnehmer gleichermaßen. Das klassische "ich nix verstehen" wird hierzulande oftmals belächelt. Wenn man allerdings sieht, wie würdelos man sich als Neuankömmling fühlt, ist schon dieser Satz nach wenigen Tagen eine echte Leistung. Zu einer Nummer degradiert, muss man sich in der vollkommen neuen Welt erst zurechtfinden. Die sprachliche Barriere ist da nur eine von vielen Hürden.
Doch am Verständnis für neue Migranten scheitert es in Deutschland sicher weniger. Vorbehalte entstehen viel eher durch die Tatsache, dass viele Einwanderer auch nach Jahrzehnten in Deutschland die Sprache nicht sprechen. Es ist also eher der mangelnde Willen zur Integration, der für Unverständnis und oft auch Wut führt. Dennoch tragen Dokumentationen wie "Jetzt bin ich mal Türke" dazu bei, das Verständnis zu schärfen und mehr Toleranz einzufordern. Eine kurze aber einprägsame Studie, die es sich anzusehen lohnt!