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Champions League und "Wetten dass..?"
13.12.11
29.11.11
28.11.11
27.11.11
Das Thema " Google Street View" bestimmt die Schlagzeilen. Fahren doch tatsächlich Wagen mit Kamera durch unsere Straßen und machen Fotos von jedem Winkel unseres schönen Landes - unvorstellbar! Und Deutschland empört sich über die Vorstellung, ihr nettes Reihenhaus (das im Übrigen exakt so aussieht, wie die vier anderen Häuser daneben...) könnte nun von JEDER Menschenseele im Netz angesehen werden. Und wirklich. Gibt man eine Adresse bei Googles Dienst "Maps" ein, die bereits von einem "Street View"-Fahrzeug heimgesucht wurde, kann man tatsächlich Häuserfronten erkennen. Und die selben Menschen, die sich heute noch über den "Big-Brother-Dienst" von Google aufregen, geben schon morgen "thailändische Frauen besonders günstig" in ihrer Suchmaschine ein, um ihre eigene Privatsphäre noch viel entschiedener zu untergraben. Doch wird Privatsphäre tatsächlich überbewertet und gehört ein geregelter Datenschutz der Vergangenheit an? Sicher nicht. Doch macht es nicht eventuell einen feinen Unterschied, ob man von der Straße aus meine Häuserfront fotografiert oder mit einer Kamera in meinem Schlafzimmer steht? Wo fährt die "Privat-Fähre" ab und bis wohin darf sie gehen?
Meiner Ansicht nach ist der derzeitige Aufschrei vollkommen überzogen, da Google nur das tut, was jeder von uns ebenfalls darf - Straßenzüge fotografieren. Google macht es nur flächendeckend und organisierter. Solange sie aber nicht gegen geltendes Recht verstoßen und sogar Kennzeichen und Gesichter verfremden (!), ist doch alles im grünen Bereich - oder sollte man in diesem Fall eher "im Kasten" sagen?
Doch der derzeit vielerorts zitierte Datenschutz ist oft auch Segen und Fluch zugleich. Schützt er doch nicht nur den unbescholtenen Bürger, sondern gleichzeitig auch Menschen, die sich hinter dem Datenschutz verstecken können. Und sollte man im 21. Jahrhundert nicht JEDE Möglichkeit nutzen können, die präventiv oder auch im Nachhinein Verbrechen bekämpfen kann? Und sollte dabei nicht JEDES Mittel Recht sein? Ob nun Gendatenbank oder GPS-Daten? Und sollte man zu diesem Zwecke nicht auch ALLE Daten speichern, um sie in diesen Fällen erfolgreich einsetzen zu können? Spinnen wir diese Idee der potentiellen Datennutzung doch weiter... Würde nicht die Verbrechensrate deutlich schwinden, wenn sich die Daten eines jeden Bürgers in einer behördlich verwalteten Datenbank befänden und man so nahezu jeden Vorgang detailliert nachvollziehen könnte? Welche Autos befanden sich zur fraglichen Zeit in der Gegend? Von welche Personen befanden sich Gendaten am Tatort? Natürlich können und dürfen diese Erkenntnisse kein alleiniges Merkmal sein. Aber es käme doch auch Unschuldigen zu Gute, wenn es keine Spuren von ihnen am Tatort gab oder sie sich nachweislich an einem anderen Ort aufgehalten haben. Gerade im Bereich der Kriminalitätsprävention ist der Datenschutz ein Übel, das Vielen ein Dorn im Auge ist.
Doch wer NICHTS zu verbergen hat, braucht sich vor "Street View" & Co. doch nun wirklich nicht zu fürchten? Täglich hinterlassen wir unzählige digitale Spuren, über die sich bisher keine Menschenseele aufregte. Doch wenn man Haus, Boot und Auto der Deutschen fotografiert, hört der Spaß auf - komisch, nicht wahr?