Fotos in der Lokhalle
Shooting mit LAMBERT
Shooting mit LAMBERT
Vertraue dem Leben - und dem Hannes!
Champions League und "Wetten dass..?"
13.12.11
29.11.11
28.11.11
27.11.11
Wohl keine öffentliche Person hat mehr für die Frauenbewegung getan als Alice Schwarzer. Diese Frau ist der verkörperte Feminismus. Das von ihr seit den späten Siebzigern herausgegebene Magazin " Emma" gilt als DAS Print-Organ der Emanzipation. Und auch den offenen Konflikt scheut sie nie. So ist zum Beispiel ihr "TV-Duell" mit Verona Pooth (damals noch Feldbusch) in der damaligen ZDF-Talkshow " Kerner" schon beinahe legendär.
In ihrem Kampf für die weibliche Gerechtigkeit verfällt sie jedoch auch oft in ein Männerbild, das wohl ebenso realitätsfern ist, wie die Rollenverteilung der deutschen Nachkriegszeit. So habe ich ihr Engagement für die
BILD-Zeitung im "Fall
Kachelmann" eher skeptisch bewertet. Für Schwarzer schien der Fall schnell "klar" zu sein und so stellte sie sich schon früh auf die Seite des Opfers - sicher eine zu einseitige Entscheidung. Rechtlich gesehen lag sie offensichtlich falsch.
So war ich skeptisch, als ich in meinem favoristierten,
sozialen Netzwerk von ihrem offenen Brief an
Bushido las. Um was sollte es da wohl gehen? Weitere Hassteraden gegen das aufgesetzte ("ghetto-mäßige") Frauenbild des Berliner "Gangsta-Rappers"? Gerade für Alice Schwarzer muss Bushido doch ein gefundenes Fressen sein. Und so habe ich ihr Essay mit gewisser Erwartung gelesen. Doch Frau Schwarzer überraschte mich zutiefst! Sie entdämonisiert Bushido auf eine so sagenhafte Art und Weise, dass es jedem Kerl die Tränen auf die Wangen treiben würde...... Entgegen der Erwartung tut sie endlich das, was in der Bushido-Diskussion der vergangenen Wochen immer fehlte: Sie deckt die Rolle auf und behandelt Herrn Anis Mohamed Youssef Ferchichi
(sein bürgerlicher Name) eher als das, was er vermutlich ist: als einen kleinbürgerlichen Spießer. Ihr Brief ist großartig und im Original
hier zu lesen. An dieser Stelle möchte ich mir erlauben, den offenen Brief an dieser Stelle zu zitieren, verweise aber erneut gerne auf die Quellseite www.aliceschwarzer.de.
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