Bandfactory 2012
Treffen mit der Branche
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Vertraue dem Leben - und dem Hannes!
Champions League und "Wetten dass..?"
13.12.11
29.11.11
28.11.11
27.11.11
Horst Schlämmer wurde am 16. Oktober 1957 in Grevenbroich geboren. Ein Glücksfall für die 64.000-Einwohner-Stadt bei Düsseldorf, denn der schrullige Chefredakteur des “Grevenbroicher Tagblatts” ist inzwischen bekannter, als so mancher Politiker der ersten Reihe. Bei “Wer wird Millionär” moderierte er Günther Jauch an die Wand und der Deutsche Fernsehpreis steht ebenso in seinem Wandschrank wie der Deutsche Comedypreis 2006. Unverständlich – ist er doch ein einfacher Chefredakteur, der vom Fernsehen doch eigentlich wenig hält. Immerhin treten die “Typen vom Fernsehen” in direkter Konkurrenz zu seinem Erfolgsblatt auf. Schlämmer ist aber auf Du und Du mit der A-Prominenz – ein Umstand, der ihm sicher oftmals den Neid der Fernsehkollegen einbringt. Und obwohl Horst Schlämmer eine eigenständige Persönlichkeit ist, wird er ständig und bei jeder Gelegenheit auf seine Ähnlichkeit zu Komiker Hape Kerkeling angesprochen. Sollte Schlämmer am Ende seine Fernsehpreise zu Unrecht erhalten haben, da sie dem großen Hape Kerkeling galten?
Um sich von Kerkeling weiter abzuspalten, geht Horst Schlämmer nun in die Politik. Um genau zu sein: Schlämmer möchte Bundeskanzler werden. Und stilecht verkündet er dies in einer Pressekonferenz, die der der etablierten Parteien in nichts nachsteht. Kurz danach werden die ersten Umfragen gestartet, die Schlämmers Partei HSP (Horst Schlämmer Partei) mit einbeziehen. Und dann der Supergau: Die HSP würde auf Anhieb 18% erhalten. Vielleicht muss man hierzu erwähnen, dass bei der Umfrage überwiegend die „werberelevante Zielgruppe“ gefragt wurde. Da Schlämmers Haussender RTL hier klarer Marktführer ist, ist auch das Ergebnis wenig überraschend. Dennoch: Auch ein Teil der „werberelevanten Zielgruppe“ geht wählen und den Einzug ins Parlament würde die HSP unter realistischen Bedingungen vielleicht sogar spielend schaffen. Eine Ohrfeige für die etablierten Parteien, die jede einzelne Stimme durch vollmundige Wahlversprechen und teure Marketingkampagnen hart erkaufen müssen. Durch Politikverdrossenheit und die größer werdende Entfernung zwischen Politikern und Bürgern machen die „Schlämmer“ dieses Landes deutlich Boden gut. In der HSP hätten die Protestwähler dieser Nation eine optimale Alternative. Schade, dass die HSP nur im Kino stattfindet und auf keiner Wahlliste zu finden sein wird. Vielleicht wäre Horst Schlämmer der bessere Kanzler? Das Schattenkabinett steht ebenfalls schon fest: Peter Zwegat, Finanzminister | Günther Jauch, Bildungsminister | und Katharina Saalfrank, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – na dann Prost Mahlzeit!