Bandfactory 2012
Treffen mit der Branche
Treffen mit der Branche
Vertraue dem Leben - und dem Hannes!
Champions League und "Wetten dass..?"
13.12.11
29.11.11
28.11.11
27.11.11
“We love to entertain you!
“
, “Colour your life!
“ oder “It's Fun!
“ – Wenn es um griffige, englische Werbesprüche geht, stehen sich die deutschen Privatsender wirklich in NICHTS nach. Verständlich! Machen englische Werbeparolen doch unheimlich erfolgreich und “hipp”. Was an dieser Strategie jedoch verwundert: Marktführer ist “Mein RTL
“ – keine Spur von Anglizismen. Sollte die Marketingstrategie am Ende also doch nicht aufgehen? Gerade Sat.1 und Pro 7 setzen auch im täglichen Programmschema auf die Sprache der grünen Insel. “Extreme Activity
“, “Switch
“, “talk, talk, talk
“, “We are family
“, “Quiz Night
“, “Simply the Best
“, “Night Loft
“ oder “WECK UP
“. Diese Liste könnte länger sein und bei der Auswahl war ich schon großzügig (”Clever
“ “Making of…
“ oder “Mistery
“ sind ja schon beinahe eingedeutscht).
Dennoch frage ich mich, was der Zweck dieser “Verenglischung” ist. Will man bewusst eine ältere Zielgruppe ausklammern? Diese verstehen bei den meisten Sendetiteln nur Bahnhof. Oder glaubt man bei der Programmgestaltung, dass englische Titel eine Sendung aufwerten? Die erfolgreichsten, deutschen TV-Exporte der vergangenen Jahre heißen aber “Wetten dass…?!?
“ oder “Schlag den Raab
“ und nicht “You bet!
“ oder “Beat the Raab
“… Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Eventuell möchte man die werberelevante Zielgruppe (14 – 49 Jahre) mit englischer Berieselung hinter dem Ofen vor locken. Glücklicherweise sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Zuschauer wählen Unterhaltung nach Inhalten und nicht nach Titeln – gut so!
Am Ende ist es eventuell auch eine Sache des Marketing-Budgets. Denn “Mit dem Zweiten sieht man besser
“ hat schlicht deutlich mehr Geist als “Wir lieben es, Euch zu unterhalten!
“, „Das ist Spaß!“ oder „Färbe Dein Leben ein!“ – in der englischen Sprache kann man diese Defizite sehr gut kaschieren…